Berwartstein - Willkommen im Landgasthof Gräfenhausen

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Tipp für einen Tagesausflug
Burg Berwartstein
Der auf einer Felsspitze thronende Berwartstein war damals einfach uneinnehmbar. Nur durch einen in den Stein gehauenen Aufstiegskamin ist bis heute der von senkrechten Felsen umgebene obere Teil zugänglich. Darüber hinaus verfügt die Burg über ein zu Verteidigungszwecken angelegtes System unterirdischer Gänge und Kasematten sowie über ein auf dem Nachbarberg erbautes Bollwerk (heute als Klein-Frankreich bezeichnet). Die gewaltigste Bauleistung war aber der 75 Meter tiefe Brunnen, der bis ins Grundwasser reicht und damit immer eine sichere Wasserversorgung gewährleistete.
Die Burg Berwartstein wurde erstmals 1152 als Geschenk von Kaiser Barbarossa an den damaligen Speyerer Bischof erwähnt. Sie wurde 1314 eingenommen und zerstört. Bald darauf wurde sie jedoch wieder aufgebaut. 1591 brannte die Burg Berwartstein nach einem Blitzschlag aus und wurde zur Ruine. Das war ihr Glück. Als unbewohnte Ruine wurde sie nämlich sowohl im Dreißigjährigen Krieg als auch im Pfälzischen Erbfolgekrieg von den vorbeiziehenden Heerscharen ignoriert. So konnte die äußerlich intakte Felsenburg ab 1893 in einem relativ originalen Zustand wieder aufgebaut werden.
Die neuen Burgbesitzer sorgten mit ihrer Sammelleidenschaft aber auch dafür, dass der Berwartstein heute wieder mit mittelalterlichen Gegenständen ausgestattet ist. So sind bei der Burgführung unter anderem Ritterrüstungen und alte Waffen zu sehen. Außerdem ist die ehemalige Burgküche wieder vollständig eingerichtet. Über einen Aufzug wurde einst von hier das Essen in den Rittersaal des 13. Jhs herabgelassen. Heute gehört der Saal zum Burgrestaurant, in dem die Gäste, natürlich ohne Eintrittsgebühren, fast wie in der Ritterzeit Speis und Trank zu sich nehmen können.

Bekannt ist auch ein Bewohner der Burg, Hans von Trotha, im Volksmund auch Hans Trapp genannt und war Marschall der Kurfürsten von der Pfalz und trug den französischen Ehrentitel eines Chevalier d'Or. Hans von Trotha. Er erhielt die Burg als erbliches Lehen und wohnte hier ab 1480. Er ließ im Jahre 1485 die nahe Wieslauter aufstauen und entzog damit dem acht Kilometer entfernten Weißenburg das Wasser. Als der Abt des Klosters Weißenburg sich beschwerte, sorgte von Trotha für das Einreißen des Dammes. Dies verursachte eine heftige Überschwemmung des Ortes. Als Konsequenz wurde gegen ihn vom König die Reichsacht verhängt und vom Papst 1499 der Kirchenbann ausgesprochen. Dies kümmerte ihn jedoch wenig, er lebte bis zu seinem natürlichen Tod 1503 in der Burg Berwartstein.
Die Burg Berwartstein ist die am besten erhaltene Burg im Pfälzerwald.
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